Ausbildung der neurochirurgischen Fachärzte




Um nach dem Medizinstudium als Facharzt für Neurochirurgie tätig werden zu können, sind in verschiedenen Ländern auch verschiedene Aus- und Weiterbildungen nötig.
In Deutschland benötigt ein Facharzt für Neurochirurgie eine sechsjährige Weiterbildung. Mindestens vier Jahre müssen im Krankenhaus abgeleistet werden, dabei kann folgendes angerechnet werden:
Ein Jahr Tätigkeit in der Chirurgie, wahlweise auch in der Neurologie, Neuroradiologie oder in der Neuropathologie. Ein halbes Jahr kann der angehende Facharzt auch als Anästhesist, im Fachbereich der Hals-Nasen-Ohren-Medizin, in der Geschichtschirurgie oder der Kinderheilkunde tätig sein, um die Zeit für die Weiterbildung angerechnet zu bekommen. Sechs Monate Tätigkeit auf einer neurochirurgischen Intensivstation sind während der Weiterbildung Pflicht.

In der Schweiz dauert die Weiterbildung zum Neurochirurgen ebenfalls sechs Jahre, die in zwei Abschnitte aufgeteilt werden. Zum einen ein sogenanntes Fremdjahr, in dem der Mediziner nicht in einem neurochirurgischen Fach tätig sein darf, sondern beispielsweise in der allgemeinen Chirurgie mit Notfalldienst, in der Orthopädie oder in der Neuroanatomie sowie einigen anderen, nicht-neurochirurgischen Fachbereichen. Während der folgenden fünf Jahre erfolgt die Tätigkeit direkt in der Neurochirurgie, der Ausbildungsort muss dabei zwingend mindestens einmal für ein Jahr gewechselt werden.

Kanadische Fachärzte absolvieren eine Weiterbildung von zwei Jahren in der chirurgischen Physiopathologie (zusätzlich zur zeitgleichen Ausbildung in chirurgischen Grundlagen) und weitere vier Jahre in der Neurochirurgie.
In den USA dauert es mit sieben Jahren am längsten, bis die Fachausbildung zum Neurochirurgen beendet ist. Ein Jahr lang steht für den angehenden Facharzt das Rotieren in verschiedenen chirurgischen Abteilungen (inklusive Allgemeinchirurgie) auf dem Lehrplan, sechs Jahre lang erfolgt die weitere Ausbildung direkt in der Neurochirurgie.